DIE PAZIFISTIN

DIE PAZIFISTIN

CH 2021 | 75 Min. | D
Regie: Fabian Chiquet, Matthias Affolter
Die_Pazifistin
17.09.2021 | 18 Uhr |
ZIMMERMANNHAUS
18.09.2021 | 15.30 Uhr * |
EXCELSIOR
Zusatzveranstaltung: * Filmgespräch mit Regie
Zu Unrecht aus dem historischen Gedächtnis gestrichen: Gertrud Woker setzte sich als eine der ersten Professorinnen Europas beharrlich für Frauenrechte und Frieden ein. Geschlechterdiskriminierung und Kriegstreibereien zum Trotz forderte sie die Konventionen ihrer Epoche heraus und wurde zu einer Inspiration selbstbestimmter Frauen, dazumal wie heute. «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit», bereits 1917 forderte Gertrud Woker die Gleichberechtigung der Frauen. Sie war Pionierin der Friedens- und Frauenbewegung und eine der ersten Professorinnen Europas. Durch ihre Forschung und Kritik am Einsatz von Giftgasen geriet die Naturwissenschaftlerin bald in Konflikt mit der militaristisch motivierten Elite. Dennoch kämpfte sie unaufhaltsam bis ins hohe Alter für Frieden und Gerechtigkeit sowie gegen den Missbrauch der Wissenschaft. Als geisteskrank verleumdet verbrachte die Pazifistin die letzten Jahre ihres Lebens in einer psychiatrischen Klinik. So verschwand sie zu Unrecht, aber vielleicht nicht zufällig, aus dem historischen Gedächtnis. Der animierte Dokumentarfilm erzählt collagenhaft das Leben dieser faszinierenden Frau und ihre Errungenschaft. Durch Tagebucheinträge, wissenschaftliche Berichte und Gedichte von Gertrud Woker selbst berührt der Film durch Nähe und Ehrlichkeit. Er ist biografisch und eine Dokumentation des damaligen Zeitgeschehens, das aus der Perspektive einer mutigen Frau beleuchtet wird, die zu Lebzeiten nicht zum Schweigen gebracht werden konnte.